Konzerte im Oktober


Jeden Donnerstag
lädt der Nordstern Basel zum Tanz ein - das Ganze gratis und mit einem charmanten Line-Up. Mehr Informationen: www.nordstern.tv

Rex The Dog und andere | Nordstern (Basel) | SA 02.10.2010 
Zur Wiedereröffnung der Partyreihe Hinterhof im Nordstern haben die Macher Rex The Dog mit an Bord geholt, der zusammen mit lokalen DJs für eine elektronische Tanznacht sorgen wird.

Goldfrapp | XTRA (Zürich) | DI 05.10.2010
Das britische Duo Goldfrapp rund um Stimmwunder Alison Goldfrapp hat während des diesjährigen Festivalsommers immer wieder für begeisterte Konzertbesucher gesorgt. Nun gibt es die beiden auch in einem Schweizer Club live zu bestaunen.

Someone Still Loves You, Boris Yeltssin | Sudhaus (Basel) | DO 07.10.2010
Die vierköpfige Band mit den unhandlichen Namen Someone Still Loves You, Boris Yeltsin hat sich in der High School kennen gelernt. Dass die Band aber definitiv nach mehr als nur Schulband tönt, werden sie in der Basler Kaserne unter Beweis stellen.

Larytta und Oy | Exil (Zürich) | 
FR 15.10.2010 
Die Schweizer Band Larytta erweist sich als musikalisch kreativ, einzigartig und absolut unschweizerisch. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, denn die Musik von Larytta ist alles andere als Beigemüse des Schweizer Musikzirkuses.

Monkeys On Stage | Papiersaal (Zürich) | 
SA 16.10.2010 
Die Partyreihe mit den jungen Schweizer Nachwuchsbands startet am 16. Oktober in die neue Saison. Dieses Mal mit dabei: Jesh, The Non-Neutrals und Joules.

Bonaparte | Alte Börse (Zürich) | 
DO 21.10.2010 
Wer die Zirkus Show der Überflieger Bonaparte noch nicht live gesehen hat, sollte sich unbedingt auf den Weg in die Alte Börse machen. So überzeugen Bonaparte nicht nur musikalisch, sondern auch mit einer einzigartigen Bühnenshow mit einer gehörigen Priese angenehmen Wahnsinns.

Midnight Juggernauts | Hive (Zürich) | DO 21.10.2010 | TIPP!
Nachdem Midnight Juggernauts Anfang Jahr als Vorband von Unkle in der Schweiz waren, sind sie nun als Hauptact selbst live im Hive. Wer es düster und tanzbar elektronisch mag, wird auf seine Kosten kommen.

We Have Band | Kaserne (Basel) | FR 22.10.2010 | TIPP!
Die musikalische Neuentdeckung der Kitsuné Maison Compilation gibt es nun endlich wieder live in der Schweiz. Mit ihrem Debutalbum haben We Have Band Vielseitigkeit, Souveränität und Qualität bewiesen - ein Besuch des Livekonzertes lohnt sich bestimmt.

Beat! Beat! Beat!, Bambi Beasts und Les Yeux Sans Visage | Kiff (Aarau) | SA 23.10.2010
Das charmante Aarauer Kiff spickt sein Konzertprogramm immer wieder mit dem einen oder anderen Leckerbissen. So auch am 23. Oktober, wenn zwei herausragende Schweizer Bands (Bambi Beasts und Les Yeux Sans Visage) aufspielen und durch die vielversprechenden Beat! Beat! Beat! abgerundet werden.

Razorlight | AvoSession (Basel) | DI 26.10.2010  
Das Razorlight mehr als nur Radiopop produzieren können, haben sie mit ihren Alben mehrfach bewiesen. Im Rahmen der AvoSession Basel, die dieses Jahr übrigens zum 25. Mal stattfindet, werden Razorlight im intimen Rahmen aufspielen.

Tim and Puma Mimi und Huck Finn | Schüür (Luzern) | SA 30.10.2010
Den musikalischen Abschluss dieses Monats übernehmen die auf ihre Art herausragenden Schweizer Bands Huck Finn und Tim und Puma Mimi. Die einen spielen wunderbaren Indie mit einer Prise Elektro, die anderen mischen Japan und die Schweiz mit Skype zu einem wunderbaren elektronischem Musikganzen. Nichts wie ab nach Luzern.

Das Konzert deiner Lieblingsband fehlt? Dein Konzert oder deine Party fehlt? Melde dich per mail [at] musiktip.ch und dein Konzert wird in die Agenda aufgenommen.

Zürich OpenAir | 27. - 29.08.2010 | Zürich

Als vollen Erfolg kann man die erste Ausgabe des Zürich OpenAir nicht bezeichnen. Zu viele Kinderkrankheiten, aber auch eindeutige Fehlplanungen machten sich bemerkbar. Wer ein perfekt organisiertes Sommerendfestival erwartete, wurde sicher enttäuscht. Wer hingegen ohne allzu grosse Erwartungen das Festival besuchte, konnte sich an zahlreichen wunderbaren Konzerten erfreuen.

Das Zürich OpenAir (Bild: ZHOA-FB)

Erol Aklan | 27.08.2010 | Digital Club


Im neuen Digital Club beim St. Jakob in Basel legte am Freitag, dem 27. August der englische DJ und Remixer Erol Alkan auf. Unterstützt wurde er von hiesigen Musikkünstlern.

Der Abend begann mit den in Basel oft gesehenen Suddenly Neighbours, die bis ein Uhr für Elektronische Musik sorgten. Erol Alkan übernahm das DJ Pult dann im fliegenden Wechsel und gab dem Publikum noch mehr Grund zum Tanzen. 

Mit rhythmischen Beats, tiefen Bässen und Klassikern wie Waters Of Nazareth konnte der Künstler aus London den leider nur halb gefüllten, dafür umso bewegungsfreudigeren Klub während zwei Stunden immer wieder begeistern. Mit langen Aufbauphasen und Drops machte es Erol Alkan den Anwesenden oft schwierig, ruhig zu stehen. Vor dem DJ Pult wurde ausgelassen getanzt, weiter hinten konnte man sich eine Pause gönnen, um in der nächsten Minute wieder voll mit dabei zu sein. Am Ende des intensiven Konzerts war eine Erholung draussen im kühlen Nass willkommen.

Nach Erol Alkan legten noch Zaber Riders auf und Frequency a.k.a. Supermario & Mike Pitch beendeten die Party mit allen Zurückgebliebenen erst spät in der Nacht.

Text von Matthias Müller.

Konzerte im September

03.09.2010 | Seabear | Südpol (Luzern)
Den Monat eröffnen die Isländer Seabear mit ihrem bezaubernden Folkrock. Entweder in Luzern oder einen Tag darauf in Zürich.

10.09.2010 | Kissogram | Nordstern (Basel)
Die Berliner Herren von Kissogram beehren Basel nach dem eher verhaltenen Konzert im Rahmen des Imagine-Festivals ein zweites Mal. Dieses Mal aber in einem der besten Clubs Basel, was hoffentlich auch die gewünschte Stimmung hervorbringt, die einem beim Anhören der Musik ohnehin schon überkommt. Dass danach noch eine nette Indieparty stattfinden wird, legitimiert noch einmal mehr, unbedingt hinzugehen.

18.09.2010 | Wintersleep | Kiff (Aarau)
Ebenfalls den eher ruhigeren Klängen haben sich Wintersleep. In ihrem Konzert werden sie den dann eintretenden Herbstanfang musikalisch einwandfrei zu unterlegen wissen.

18.09.2010 | Something A La Mode | Hinterhof (Basel)
Das Pariser Duo Something A La Mode wird ein zweites Mal Basel besuchen. Nach einem hervorragenden Konzert im Februar auf dem Schiff Basel werden der Violinist und der Cellist wieder beweisen, dass klassische und elektronische Musik durchaus gemischt werden können.

19.09.2010 | Wolf Parade | Kaserne (Basel)
Die verspielten Musiker von Wolf Parade machen am 19. September halt in der Kaserne Basel. Ergänzt wird diese einmalige Konzertgelegenheit von einem DJ-Set von We Loyal. Hingehen.

24.09.2010 | Kate Nash | Kaufleuten (Zürich)
Wer das Konzert von Kate Nash am Zürich OpenAir verpasst hat, hat Ende September im Kaufleuten Gelegenheit, dies nachzuholen. Das Konzert der charmanten Sängerin ist lohnenswert und die Musik eingängig fröhlich, ein Besuch sei jedem ans Herz gelegt.

Eels, Black Rebel Motorcycle Club, The Black Box Revelation | 28.08.2010 | Winterthurer Musikfestwochen

Der zweite der insgesamt drei kostenpflichtigen Konzertabende der Musikfestwochen Winterthur ging bei gutem Wetter über die Bühne. Zum Glück, denn das grosse Zelt, das noch bei anderen Konzerten vor Regen schützte, war davor entfernt worden. Sehr gut waren so auch die Konzerte der drei auftretenden Bands.

Dass Gemeinsamkeiten bei Black Rebel Motorcycle Club und The Black Box Revelation nicht nur im Namen, sondern auch im Stil zu finden sind, weiss am Ende des Abends wohl ein jeder der Konzertbesucher. Die Eels präsentieren sich ebenfalls im Genre des Rock’n’Roll, wobei man bei dieser Band nie weiss, in welchem Stil sie sowohl ihre alten als auch ihre neuen Lieder interpretieren werden. Damit sorgen sie regelmässig für Überraschungsmomente.

Eröffnet wird der Abend von The Black Box Revelation. Die beiden Musiker aus Belgien spielen energiegeladenen Rock, der live genauso überzeugt, wie auf ihrem bereits zweiten Album Silver Threats. Das anströmende Publikum lässt sich zu relativ früher Stunde noch nicht so ganz in den Bann ziehen, der Platz vor der Bühne ist jedoch keinesfalls leer und sehr belebt. Vielmehr gibt die Band ein schönes Konzert bei Sonnenuntergang und spielt sich wohl in die Herzen einiger Konzertbesucher, sofern sie das nicht bei anderer Gelegenheit schon getan hat.

Nach einer Umbaupause geht es mit Black Rebel Motorcycle Club aus Kalifornien weiter. In den vordersten Reihen warten schon nach Ende des vorherigen Konzerts zahlreiche an ihren Bandshirts erkennbaren Fans erwartungsvoll auf den Beginn des Auftritts. Nach einigen Soundchecks stellen sich die drei Bandmitglieder auf die Bühne und legen mit voller Kraft los. Benannt nach einer Motorradgruppe in einem Film Marlon Brandos verkörpert ihre Musik wohl alles, woran man beim Hören des Names denkt. Zu ihrem Repertoire gehören sowohl dem Rock’n’Roll als auch dem Folk und Blues zuzuordnende Lieder. Die Stimmung ist ausgezeichnet und die Musik vermag die Zuschauer mitzureissen.

Später am Abend betreten die Eels um Mark Oliver Everett die Bühne. Wie Black Rebel Motorcycle Club hat diese Band eine grosse Fangemeinde, die Plätze vorne sind begehrt. Die fünf vollbärtigen Amerikaner scheinen guter Dinge zu sein, die Chemie in der Band stimmt offensichtlich. Lebhaft und abwechslungsreich spielen sie mal langsame, mal schnelle Songs, langweilig wird dabei niemandem. Gebannt lauscht man der Gruppe, die erstmals seit dem Erscheinen der letzten drei Alben, einer Trilogie, auf Tour ist. Es ist interessant, zu beobachten, wie gekonnt sie die älteren Lieder anders als diese ursprünglich erschienen sind, interpretieren und die neuen durch ihre Präsenz im Gedächtnis haften bleiben.

Ein gelungener Konzertabend, der sich nahtlos in die Linie der anderen qualitativ hochstehenden Konzerte in der Steinberggasse fügt und ein schönes Erlebnis bietet. Gespannt erwarten wir die Winterthurer Musikfestwochen 2011.

Text: Christina Emmel

Portugal. The Man | 19.08.2010 | Winterthurer Musikfestwochen

Bereits am Nouvelle Vague Konzert vom Mittwoch haben die Organisatoren der Musikfestwochen bewiesen, dass sie das richtige Gespür haben, welche Bands sie auf der Bühne mitten in der Stadt auftreten lassen. Portugal. The Man erwiesen sich als absoluter Glückstreffer.

Portugal. The Man sind eine musikalisch sehr talentierte Gruppe, was sie mit regelmässig veröffentlichten und qualitativ hochstehenden Alben beweisen. Dementsprechend haben Portugal. The Man ein leichtes Spiel, sich eine Playlist zusammenzustellen und das Publikum damit zu begeistert.

Ziemlich schnell erfüllt die Band aus Alaska die Steinberggasse mit ihrer warmen Musik, die ein ganz eigenes Tempo hat. Portugal. The Man arbeiten viel mit Geschwindigkeit und Lautstärke. So zaubern sie in ihren Songs immer wieder unterschiedlichste Stimmungen herbei und stecken das Publikum mit ihrer Freude am Musizieren an. Sehr zu erfreuen scheint sie auch die Location. So eine Bühne, mitten in der Altstadt, hätten sie noch nie bespielen dürfen.

Tatsächlich bietet ein Blick über die eigene Schulter einen imposanten Anblick. Die ganze Strasse entlang stehen Menschen und lauschen den wohligen Klängen der Band. Es entsteht eine wunderbare und nur sehr selten erreichte Symbiose aus Location und Musik.

Kein Wunder wirken dann wunderbare Songs wie The Sun oder People Say ungeheuerlich charmant und ziehen jeden Konzertbesucher in ihren Bann. Nach dem Konzert bleibt man in Winterthur noch lange in der schmucken Altstadt und lässt die wohltuende Wirkung des Konzertes auf sich wirken, vorfreudig, denn die starke Leistung der Band war erst der Anfang der Musikfestwochen.

Nouvelle Vague | 18.08.2010 | Winterthurer Musikfestwochen

Die französische Band Nouvelle Vague spielte am Mittwochabend ein sehr schönes, und trotz des eher kühlen Wetters sommerliches Konzert. Mit ihren leichten, vielseitigen Interpretationen von Liedern der vergangenen Jahrzehnte laden sie dazu ein, in Erinnerungen zu schwelgen und zeitgleich die Gegenwart zu geniessen. 

Fünf Gehminuten vom Bahnhof entfernt liegt in Winterthur die malerische Steinberggasse und somit die Bühne, auf der neben Nouvelle Vague auch Portugal. The Man aufgetreten sind. An den umliegenden Bars und Essensständen herrscht Hochbetrieb, denn zahlreich sind die Besucher der diesjährigen Musikfestwochen. Mit gutem Grund: Die gut gewählte Lage des Bühnenstandorts lässt eine angenehme und zugleich lockere Atmosphäre entstehen, die es zu geniessen gilt. 

Das Konzert beginnt pünktlich, unter viel Applaus tritt die Band auf die Bühne und legt sogleich mit Master and Servant los. Die herausragende Bühnenpräsenz der Sängerinnen erzeugt eine beschwingte Stimmung, die auch nach dem Ende des Konzerts bleibt. Ihre Musik, die schon auf den Alben überzeugt, bekommt durch das Konzert noch eine weitere Dimension, an die man sich danach gerne erinnert. Die Balance zwischen schnellen und langsameren Songs stimmt, der Kontakt zum Publikum auch. Die Aufforderung, einige Verse mitzusingen, findet in der dichtgedrängten Menge in der Steinberggasse regen Anklang. Nach zwei Zugaben wird ein mehr als zufriedenes Publikum zurückgelassen.

Text: Christina Emmel