Als Foals letzen Mittwoch im Zürcher abart auftraten, brachten sie dieses förmlich zum Schmelzen. Sie lieferten dem zahlreich erschienenen Publikum ein einzigartiges Konzert, an dem man von der ersten bis zur letzen Sekunde nichts aussetzen konnte.
Den Anfang machen Foals mit Total Life Forever, dem Titeltrack des neuen Albums. Noch ist etwas ungewiss, wie sich das Konzert entwickeln wird. Foals zeigen sich auf dem neusten Werk sehr langsam und verträumt. Dennoch geben sie live alles. Cassius, die Perle des ersten Albums, bringt den Club zum Kochen. Bis zur hintersten Reihe lassen sich alle Zuschauer von dieser Musik mitreissen.
Die Vielseitigkeit des Repertoires der Foals ist bezaubernd. Durch das neue Album wurden die eher schnellen und fordernden Songs von Antidotes auch durch den einen oder anderen bedächtigeren Song ergänzt. So entwickelt sich zum Beispiel Spanish Sahara, eine siebenminütige Hymne, zum absoluten Konzerthighlight. Am Anfang der schönen, nur dezent begleiteten Stimme des Sängers zu lauschen und erst nach und nach von der zunehmend lauter werdenden Melodie übermannt zu werden, erzeugt ein grandioses Gefühl.
Foals lieferen einen Abend lang perfekte musikalische Unterhaltung. Sie würden auch ohne das tropische Klima, das sich mittlerweile über den Club gelegt hat, keinen einzigen Konzertbesucher kaltlassen. Mit Electric Bloom geben Foals noch einmal alles. Der Sänger und der Schlagzeuger verausgaben sich ein letztes Mal und suchen am Bühnenrand intensiv den Kontakt mit dem Publikum.
Dann verlassen Foals nach dem etwa einstündigen Konzert die Bühne. Das Publikum hört jedoch nicht auf zu klatschen, bis Foals einfach noch einmal auf die Bühne kommen müssen. Ein bisschen gestresst erklärt der Sänger, dass er sich über den Applaus sehr freue, sie aber im Rahmen ihrer Tour schnellstmöglich weiter müssten. Dennoch nehmen sich Fouls noch einmal die Zeit, zwei weitere Songs zu spielen und runden das perfekte Konzert damit stilvoll ab.
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