Die französische Band Nouvelle Vague spielte am Mittwochabend ein sehr schönes, und trotz des eher kühlen Wetters sommerliches Konzert. Mit ihren leichten, vielseitigen Interpretationen von Liedern der vergangenen Jahrzehnte laden sie dazu ein, in Erinnerungen zu schwelgen und zeitgleich die Gegenwart zu geniessen.
Fünf Gehminuten vom Bahnhof entfernt liegt in Winterthur die malerische Steinberggasse und somit die Bühne, auf der neben Nouvelle Vague auch Portugal. The Man aufgetreten sind. An den umliegenden Bars und Essensständen herrscht Hochbetrieb, denn zahlreich sind die Besucher der diesjährigen Musikfestwochen. Mit gutem Grund: Die gut gewählte Lage des Bühnenstandorts lässt eine angenehme und zugleich lockere Atmosphäre entstehen, die es zu geniessen gilt.
Das Konzert beginnt pünktlich, unter viel Applaus tritt die Band auf die Bühne und legt sogleich mit Master and Servant los. Die herausragende Bühnenpräsenz der Sängerinnen erzeugt eine beschwingte Stimmung, die auch nach dem Ende des Konzerts bleibt. Ihre Musik, die schon auf den Alben überzeugt, bekommt durch das Konzert noch eine weitere Dimension, an die man sich danach gerne erinnert. Die Balance zwischen schnellen und langsameren Songs stimmt, der Kontakt zum Publikum auch. Die Aufforderung, einige Verse mitzusingen, findet in der dichtgedrängten Menge in der Steinberggasse regen Anklang. Nach zwei Zugaben wird ein mehr als zufriedenes Publikum zurückgelassen.
Text: Christina Emmel
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